Reuterplatz

Der Reuterplatz in Berlin Neukölln

Der Reuterplatz ist eine denkmalgeschützte Grünanlage mit Kiosk und Toilettenhäuschen von 1910 und dem Fritz-Reuter-Brunnen.

Der Reuterkiez, vielfach als Reuterquartier (umgangssprachlich auch Kreuzkölln) bezeichnet, ist ein Gebiet im Berliner Ortsteil Neukölln des gleichnamigen Bezirks. Der Bereich erhielt seinen Namen nach dem zentral gelegenen Reuterplatz, der nach dem deutschen Schriftsteller Fritz Reuter benannt wurde.

Lage und Daten
Im Norden von Neukölln gelegen, bilden das Maybachufer des Landwehrkanals und der Kottbusser Damm hier die Grenze zum Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und die nordwestliche Abgrenzung des Kiezes. Im Südwesten begrenzt die Sonnenallee das Quartier, im Südosten bilden die Wildenbruchstraße und das Kiehlufer eine Grenze zu anderen Teilen von Neukölln.

Das Reuterquartier hat eine Fläche von etwa 70 Hektar und zählt mit rund 18.500 Einwohnern zu den am dichtesten besiedelten Gebieten von Berlin (264 EW/ha). Der Reuterkiez kann als typisches Gründerzeit-Wohngebiet angesehen werden. Vorderhaus- und Hofbebauung, Vermischung von Handel, Wohnen und Gewerbe sowie kleine und mittelgroße Wohnungen stehen sowohl für die Vor- wie auch die Nachteile der Lage.

Entstehungsgeschichte
Um 1850 entstanden auf dem ehemaligen Sumpf- und Wiesengelände bedingt durch die Anbindung an den Landwehrkanal erste Gewerbebetriebe am Maybachufer. Der Kottbusser Damm und die Parallelstraßen wurden mit Wohnhäusern und Kleingewerbeläden bebaut. Zwischen 1871 und 1905 entstand dann mit steigenden Einwohnerzahlen ein Berliner Altbauviertel, das mit seinen Hinterhof-Fabriken und Gewerbehöfen als “typisch” gilt.

Aktuelle Gentrifizierungsprozesse
Mit einer Arbeitslosenquote von 35 %, einem Ausländeranteil von 30,5 % und einem Kinderanteil von 16,5 % gilt das Viertel – genau wie seine Umgebung – als sozialer Problembereich von Berlin. Doch dieser Bereich von Nord-Neukölln scheint sich zu wandeln. Angesiedelt zwischen Ausgehmeile, Ausweichquartier, Viertel im Aufwind, Gentrifizierung und hundekotbelastetem Gebiet zeigen die Meinungen in der Presse ein verändertes Bild des „Problemkiezes“.

Als positives wie auch negatives Zeichen der Veränderungen im Kiez kann die Bezeichnung “Kreuzkölln” – ein Kofferwort aus Kreuzberg und Neukölln – gesehen werden. Auf der einen Seite zeigt der Begriff, dass sich der äußerste Norden von Neukölln an die Entwicklung im angrenzenden Kreuzberg anschließt, sowohl was die Ausgehmöglichkeiten als auch die soziale Mischung angeht. Auf der anderen Seite wird er gerade von langjährigen Bewohnern des Kiezes als Zeichen für die ungewollten Veränderungen wie steigende Mieten oder Verdrängung von alten Mietern und Geschäften gesehen und abgelehnt.

Quelle: Wikipedia